Wunschkind. Die 7 großen Missverständnisse zur Fruchtbarkeit
Kinderwunsch oder: Oft kommt es anders als du denkst. Zumal die Gedanken nicht immer richtig sind. Die sieben häufigsten Missverständnisse zur Sache.
Es war einmal – und ist nicht mehr, da musstest du nur auf das „Aufpassen“ verzichten, schon raubte dir neun Monate später das Krähen eines Babys nächtens den Schlaf. Diese Zeiten sind vorbei, es ist nicht mehr so einfach, Schwanger zu werden. Aber trotz allgemeiner sexueller Aufklärung und zunehmender öffentlicher Aufmerksamkeit zum Thema Unfruchtbarkeit existieren weiterhin viele Missverständnisse zur Sache, die denn auch oft den Plan, eine Familie zu gründen, vereiteln. Folgend die sieben häufigsten Missverständnisse zur Fruchtbarkeit.
1. „40 ist das neue 30“
Noch nie haben Frauen den Zeitpunkt für das „Projekt Wunschkind“ so weit verschoben wie heute. Jede zwölfte Frau in den USA, zum Beispiel, wird heute erst im Alter von 35 Jahren Mutter. Vor 40 Jahren traf das nur auf jede hundertste Frau zu.
Gleichzeitig glauben heute viele Frauen, dass sie bis weit in ihre Vierziger gleich fruchtbar sind. Ein Gedankenfehler. Das Risiko der Unfruchtbarkeit, bei Twens bei lediglich 6%, steigert sich bei Frauen im Alter von 40+ auf 64%
2. „Es hat keine Eile“
Das ist historisch zwar richtig, in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatten noch 85% der Paare mit Kinderwunsch binnen 12 Monaten ihr Baby. Allerdings hatten jene Paare diesen Kinderwunsch zumeist in ihren Twenjahren, heutzutage dagegen generell später. Zweitens ist Infertilität heute ein größeres Problem als damals. Tipp daher: Lieber nicht auf morgen verschieben, lieber heute beim Arzt checken, ob organisch alles okay ist.
3. „Wir haben oft genug Sex“
Es gibt immer noch Paare, die über das Ausbleiben einer Schwangerschaft erstaunt sind, wo sie doch „eh zweimal monatlich Sex“ haben. Zu ihrer Information: Selbst kerngesunde und fruchtbare Paare in ihren Zwanzigern haben während eines Monats nur eine 25%-ige Chance auf Befruchtung, selbst bei Wahrnehmung des „Fruchtbarkeitsfensters“ (von vier Tage vor bis zur Ovulation). Diese Wahrscheinlichkeit verringert sich – bei ausbleibender Schwangerschaft – nach drei Monaten auf 15%, nach einem Jahr auf 5%. Und wird mit jedem Jahr geringer, das sie älter werden.
Es kann auch an ihm liegen
4. „Es liegt an ihr“
Historische und kulturelle Kräfte trugen zur weit verbfeiteten (falschen) Ansicht bei, dass der Grund für Fruchtbarkeitsprobleme bei der Frau zu suchen ist. Tatsächlich ist in knapp 50% aller Fälle die mangelnde Qualität des männlichen Samens die Ursache. Erster Schritt zur Behebung: ein Spermiogramm.
5. „Ich muss nur entspannen“
Richtig ist, dass Stress sehr wohl zu Unfruchtbarkeit beitragen kann. Allerdings hat diese „Körper-Seele“-Annäherung zum Problem ihre Grenzen. Stressreduktion führt nicht notwendiger Weise zur Schwangerschaft. Der Beginn mit einem Gang zum Doktor ist generell effektiver.
6. „Fruchtbarkeits-Behandlung beschert mir Achtlinge“
Das kam zwar bereits vor. Ein guter Fertilitätsdoktor wird aber die beste Lösung für die individuellen Probleme erarbeiten. Und merke: Es gibt viele kluge Wege zu begehen, ehe man zum Äußersten schreitet.
7. „Celebrities haben noch mit 50 ihr IVF-Baby, das kann ich auch“
Korrektur: Nicht einmal 9% der IVF-Behandlungen führen bei Frauen zur Schwangerschaft, über die Hälfte davon, sagt die Statistik, enden mit Fehlgeburt.
Quelle: Health.msn.com
Foto: John Cooke, Lizenz: CC BY-SA 2.0
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Die Redaktion von endlichvater.eu berichtet über News und Wissenswertes über Kinderwunsch, Wunschkinder und Vaterschaft.








ich glaub nicht, dass irgendeine dieser informationen jemals in irgendeinem aufklärungsunterricht vorkam ^^
Wir deuten das mal als Kompliment, Tom.