Leben schützen. HIV-Übertragung von Mutter auf Kind muss nicht sein

Redaktion | 10. Mai 2012 | 2 Kommentare

In Afrika liegt die Rate der HIV-Übertragung von Mutter auf Kind bei fast 40%, im Westen bei nahezu Null. Das heißt auch: Wir können helfen.

Einfach zum Nachdenken: Afrika beheimatet nur 14,5% der Weltbevölkerung, darunter 69% der HIV-infizierten Menschen des Planeten; noch immer werden 72% aller Aids-Tode in Afrika Geschichte. Ein Unverhältnis, das der globalen Gemeinschaft nicht egal sein kann.

In Details betrachtet lesen sich die Statistiken nicht weniger beunruhigend, in Sambia (Bevölkerung: 12 Mio) wie Uganda (35 Mio) leben jeweils über eine Million Menschen mit dem Virus. Die – relativ gesehen – günstigere Lage in Uganda wurde einer „ABC“ getauften – und von der Regierung Bush „unterstützten“ Strategie angedichtet, die drei Buchstaben standen für Abstinenz, Monogamie und Kondome.

Eine halbherzige Sache, du kannst Menschen den Sex nicht abschminken, tatsächlich hatte diese Statistik vor allem mit „natürlicher Auslese“ zu tun, sie wurde durch die vielen vorzeitigen Tode sozusagen „frisiert“, jährlich sterben in Uganda über 60 000 Menschen an den Folgen von Aids. Die „ABC“-Strategie wurde denn auch mit dem Buchstaben „D“ ergänzt – für „Death“.

Am stärksten von der Seuche betroffen sind selbstverständlich die sozial Schwächsten, also Frauen und Kinder. Auch hier eliminiert der Vergleich alle Zweifel: In Uganda und Sambia liegt die Übertragungsrate der HIV-Neuinfektionen von der Mutter auf das Kind bei fast 40 Prozent. Jedes zweite HIV-positive Babys stirbt vor dem zweiten Lebensjahr.

In der westlichen Welt ist diese HIV-Übertragung praktisch nicht mehr vorhanden. Das ist Ungleichheit, die kein Baby braucht.

HIV-Übertragung von Mutter auf Kind

Die HIV-Übertragung kann während der Schwangerschaft passieren, aber auch während der Wehen, der Geburt und in der Stillzeit. Das Risiko erhöht sich mit dem Grad der HIV-Infektion der Mutter, wenn ihre Wasser bereits Stunden vor der Geburt brechen, wenn sie vaginal gebärt an Stelle von Kaiserschnitt. Und selbstverständlich wenn sie ihr Baby stillt. Soweit die Eckdaten zum Problem.

Nun zur Kur. Wie die Erfahrungen in der westlichen Welt zeigen, kann das Risko der HIV-Übertragung von Mutter auf Kind praktisch gänzlich verhindert werden, wenn die Betroffenen antiretrovirale Therapie (ART) genießen und den Richtlinien der einschlägigen Behandlung (SIEHE HIER) folgen.

Das ist auch das Ziel, das sich CHAI, die von Ex-Präsident Bill Clinton ins Leben gerufene Gesundheitsinitiative, gesetzt hat. Das ist auch das Motto hinter dem diesjährigen, unter anderen von profertil gesponserten Lifeball. Bis zum Jahr 2015 soll die HIV-Übertragungsrate von Mutter auf Kind auf Null reduziert werden – und Sie können dazu beitragen. Das ist Gleichheit, die wir meinen. Und es ist richtig. Jedes Baby hat das gleiche Recht auf ein erfülltes Leben. Es muss geschützt werden.

SMS-Spendenhotline: +43 676 – 800 7676 (Übrigens: Spenden an den Life Ball / AIDS LIFE sind steuerlich absetzbar); Spenden weiters: klick auf Lifeball.org

Foto: Women in Zambian rural village by Florence Devouard, Lizenz: CC BY-SA 3.0

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Kommentare (2)

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  1. Häuptling Gutmensch. Bill Clinton in Wien » endlichvater.eu | 18. Mai 2012
  1. ich hoffe dieses jahr geht der life-ball über mit spendierfreudigen gästen!!

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