Familienplanung. Schwanger auf Facebook
Wenn du am Netzwerk deine kommende Elternschaft outest, soll es nicht nur Daumenhochs hageln. Deswegen ging man bei FB mit einer neuen Kategorie schwanger.
Es hat gedauert. Du konntest deinen virtuellen Freunden auf Facebook von Anfang an allerhand erzählen, zunächst – klar – alles Mögliche über dich, deinen Status, ob du Single bist oder nicht, oder ob die Sache irgendwie kompliziert ist. Und vieles Persönliche mehr, von der virtuellen Familie bis zur Lieblingskatze.
Demnächst kannst du in einer neuen Kategorie auch die „anderen“ Umstände anhaken – und den Freunden auffälliger flüstern, dass ein Baby erwartet wird. Heureka!
Eine nette Sache? Das kommt darauf an.
Natürlich wird niemand gezwungen, die kommenden Elternfreuden heraus zu posaunen. Ebenso natürlich macht der Netzwerkriese das nicht für die Väter und Mütter in spe.
„Wenn Facebook dir ermöglicht, eine Schwangerschaft zu verkünden, dann zimmern sie gleichzeitig ein digitales Dossier über dich“, erläutert John Simpson von der Konsumentenschutz-Organisation Consumer Watchdog.
Das Dossier hat Methode. Schwangerschaft ist der „Heilige Gral“ der Werbe-Industrie. „Es gibt keine profitablere und produkthungrigere Konsumentengruppe als Eltern, die ein Kind erwarten“, schreibt NYT-Reporter Charles Duhigg in seinem aktuellen Seller The Power of Habit.
Marktforscher tun daher alles, um die Zielgruppen „schwangere Frau“, „Eltern in Erwartung“ ausfindig zu machen. Und Facebook versorgt sie mit einem Wegweiser.
Nun ist per se nicht unbedingt was dagegen einzuwenden, wenn du auf Facebook schwanger bist, und rechts auf der Pinnwand werden plötzlich alle möglichen nützliche Sachen angeboten, von Babysitzen und Windeln angefangen, bis hin zu Pflege-Lotions und erstem Strampelanzug. Kann praktisch sein, erspart die Shopping-Kilometer. Und es gibt Produkte, die für werdende Mütter immens wertvoll sind.
Dennoch empfiehlt Simpson einen persönlichen Reality-check, wenn es darum geht, einen Status virtuell zu manifestieren. Man möge sich bewusst sein: „Wenn du die Dienste von Facebook benützt, bist du nicht der Kunde. Du bist das Produkt und wirst an den höchsten Bieter verkauft.“
Quelle: SFGate.com. Share News of Pregnancy on Facebook
Foto: Sax
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Die Redaktion von endlichvater.eu berichtet über News und Wissenswertes über Kinderwunsch, Wunschkinder und Vaterschaft.








super artikel – hat sicher sehr viel wahres an sich – etwas sollte man aber bemerken – 1.kindeltern sind konsumjäger – beim 2. wissen die meisten, was nötig und was unnötig ist…
True. was aber nicht notwendiger weise bedeutet, dass auf das unnötige verzichtet wird …