Wann ist ein Mann fruchtbar?
Die Fruchtbarkeit eines Mannes hängt von seiner Spermienqualität ab. Diese hat bei Männern mit zunehmendem Alter in den letzten Jahrzehnten, vor allem in den Industrieländern, deutlich abgenommen.
Ursachen für schlechte Spermienqualität
Es gibt eine Reihe von Faktoren, die einen negativen Einfluss auf die Spermienqualität und damit auf die Zeugungsfähigkeit nehmen können. Zurückgeführt werden können diese Faktoren auf:
- Medizinische Ursachen: angeborene Erkrankungen, Operationen im Beckenbereich, Hormonstörungen, Mumps, Entzündungen am äußeren Penis und Hoden
- Lifestyle-Ursachen: Stress, Essgewohnheiten, Rauchen, Alkohol, Drogen
- Andere Ursachen: umweltbedingte Hormonbelastung, Umweltverschmutzung, Veränderung der Nahrungsqualität und deren Inhaltsstoffe.
Feststellung der Spermienqualität
Um eine genaue Analyse der Spermienqualität zu erhalten, sollte Mann ein Spermiogramm durchführen. Diese Untersuchung ist, im Vergleich zu den vielen Untersuchen bei der Frau, schnell, einfach und schmerzlos.
Er kann das Spermiogramm bei einem Urologen oder selbst bei einem Labor durchführen. Bei einem normalen Spermiogramm-Ergebnis kann davon ausgegangen werden, dass der Mann fruchtbar ist.
Wie die folgende Tabelle zeigt, definiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein normales Spermiogramm folgendermaßen: Bei einer Ejakulatmenge von mindestens 1,5 ml sollen pro Milliliter Samenflüssigkeit über 15 Millionen Spermien vorhanden sein. Des Weiteren sollen mehr als 32 % der Samenzellen rasch vorwärts beweglich, sowie mindestens 4 % normal geformte Samenzellen vorhanden sein.
Neben dem Samenzellbefund dürfen im Ejakulat nicht mehr als eine Million pro Milliliter Entzündungszellen (Leukozyten) sowie keine Bakterien vorhanden sein. Um sicher zu gehen, sollte das Ejakulat immer zweimal analysiert werden.







